2020 Corona und Gesellschaft

Objekt

Titel

2020 Corona und Gesellschaft

Beschreibung

Reinhard K. J. Boscheck, geboren 1951 in Hamm, Westfalen und wohnhaft in Mülheim an der Ruhr, ist seit Jahrzehnten Künstler und wurde von bekannten Surrealisten, Naturalisten und Spätimpressionisten in Deutschland und Frankreich wie Helmut Plontke (Hameln), Claude Gironese (Sete, Frankreich) und Castanier (Montpellier, Frankreich) ausgebildet.
Er hatte viele nationale sowie internationale Ausstellungen und organisierte und beteiligte sich an zahlreichen Aktionen, um auf gesellschaftliche Skandale wie z. B. Diskriminierung von Frauen und Ausländerfeindlichkeit aufmerksam zu machen. Seinen Wiedererkennungswert hat Reinhard Boscheck vor allem durch die Erschließung der Themengebiete ​Mensch → Randgruppen,​ Politik → Gesellschaft ​und ​Umwelt,​ die er damals und auch heute noch behandelt.
Das Atelier AP3, in der Pestalozzistraße 3, in Mülheim an der Ruhr, steht auch während der Covid-19 Pandemie nicht still. Der Künstler setzt sich mit der Thematik auseinander und schafft in einem Prozess, auf einer grob strukturierten Leinwand, ein 100x140cm Acrylgemälde zu dieser Situation, die seit Beginn des Jahres die Welt still stehen lässt.
Dargestellt werden die Auswirkungen der Corona Pandemie in einem zweigeteilten Bild, da diese eine Spaltung der Gesellschaft herbei geführt haben.
Betrachtet man das Kunstwerk, so beginnen die Auswirkungen der Pandemie auf der rechten Seite. Hier findet man mittig eine Weltkugel mit Coronaviren auf allen Kontinenten, um die Ausbreitung des Virus weltweit zu symbolisieren.
Die rechte Seite des Bildes zeigt den Teil der Gesellschaft, der sich an die von der Regierung erlassenen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen hält, eine Maske trägt und Abstand hält.
Ebenso wird eine Szene von einer Intensivstation gezeigt, bei der Ärzte und Pflegepersonal unter Einsatz ihrer Gesundheit versuchen, durch Intubation das Leben eines Erkrankten zu retten.
Die hier abgebildeten Personen symbolisieren den Teil der Gesellschaft, der das Ziel verfolgt, das Coronavirus effizient einzudämmen.
Die Trennungslinie im Gemälde soll hier nicht nur die Spaltung der Gesellschaft in dieser Situation verdeutlichen, sondern auch durch ihre dezenten, aber vielfältigen Farben auf die Multikulturalität und Vielseitigkeit unserer Bevölkerung anspielen.
Die linke Seite zeigt die Kehrseite auf. Hier werden Menschen dargestellt die demonstrieren, keine Masken tragen und sich in der Öffentlichkeit treffen, ohne die Schutzmaßnahmen einzuhalten.
Die hier geschaffenen Szenen sollen den Überdruss der Bevölkerung symbolisieren. Dieser Teil der Gesellschaft empfindet Machtlosigkeit und Angst im Hinblick auf die Beschränkungen. Sie werden von ihnen als Freiheitsbeschneidungen und nicht als Schutzmaßnahmen empfunden, wodurch teilweise eine gleichgültige Haltung zum Selbstschutz entsteht.
Die Spaltung der Gesellschaft wurde vom Künstler bewusst mit der Zweiteilung des Gemäldes in Szene gesetzt. An dieser Stelle soll auch betont werden, dass die linke Seite absichtlich einen wesentlich kleineren Teil einnimmt, da der Großteil der Bevölkerung sich an Maßnahmen und Regelungen hält.

Datum

Acryl auf Leinwand 100 x140

Räumlicher Geltungsbereich

Atelier AP3 -Pestalozzistr. 3 - 45479 Mülheim an der Ruhr

Rechte

CC BY-NC-ND 4.0

Urheber

Atelier AP3

Rechteinhaber

Ja