Krankenhaus Aufenthalt NICHT wegen Corona

Objekt

Titel

Krankenhaus Aufenthalt NICHT wegen Corona

Beschreibung

Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Frankfurt am Main. Regelmäßig muss ich nach Köln in die Augenklinik. Schon am Eingang wurde man abgefangen und beim ersten Eintreten einem mündlichen Gesundheitscheck unterzogen sowie nach seinem Anliegen gefragt. Der Pförtner hielt dann Rücksprache mit einem Arzt ob man eintreten darf. Das Klinik Personal kann sich sonst kaum vor Patienten retten, aufgrund der Corona-Kriese jedoch werden aktuell nur dringende Fälle behnadelt. Alle Patienten haben nach Möglichkeit ein Einzelzimmer so wie ich auch. Die Ambulanz (Poliklink) der Augenklinik ist sonst immer mit Menschen voll „bis unter die Decke“, heute habe ich zum ersten Mal erlebt, dass außer 2 Notfälle keiner wartete. Apropos Warten: Waren vor der Krise Wartezeiten bis zu 6-8 Stunden normal, kommt man nun relativ zügig zu seiner Untersuchung. Eine weiter Veränderung ist, dass Patienten keinen Tee, Kaffee oder Wasser selbstständig holen können, gefragt muss nun immer ein Pfleger_in werden. Abseits vom Klinik Alltag erlebe auch ich das wieder populär werden von einer App Namens Houseparty. Dort kann man in Videochaträumen miteinander quatschen. Die App war bereits in meiner früheren Jugend schonmal populär, jetzt erfährt sie ihren zweiten Hype weil die meisten meiner Freunde wirklich zuhause bleiben aber nicht auf Kontakt mit ihren Freunden verzichten können.

Datum

27.3.20

Räumlicher Geltungsbereich

Köln, Augenklinik

Urheber

069JungeSGE

Mitwirkender

Pfleger, Ärzte, Patienten, Krankenhauspersonal

Rechteinhaber

Ja

Rechte

CC BY-SA

This item was submitted on 27. März 2020 by [anonymous user] using the form “Leben in der Corona-Krise” on the site “Das Coronarchiv”: https://coronarchiv.geschichte.uni-hamburg.de/projector/s/coronarchiv

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