Deutschlandweite Enteignung von SUVs geplant

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Titel

Deutschlandweite Enteignung von SUVs geplant

Beschreibung

Die in Berlin schon gängige Praxis der Vergesellschaftung von SUVs (Sport Utility Vehicle) könnte nun auch auf Bundesebene durchgesetzt werden.

Berlin war schon im vergangenen Jahr den radikalen Schritt gegangen, SUV-Besitzer zu enteignen, um Wohnraum für seine Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Die Überlegung, jetzt auch deutschlandweit die geräumigen Fahrzeuge zu vergesellschaften wird aber erst in der Corona-Krise konkreter.

Trotz der ehrgeizigen Aufstockung der Intensivbetten über die letzten Wochen ist die Zahl der Beatmungsplätze laut Robert-Koch-Institut (RKI) noch nicht groß genug, um der nächsten Infektionswelle standzuhalten. Jetzt wo die ersten Lockerungen anstehen, Geschäfte und Schulen wieder geöffnet werden, wird man entschlossen handeln müssen und auch unpopuläre Maßnahmen ergreifen, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit.

Die geräumigen Fahrzeuge haben enorme Stärken - so lässt sich ein SUV mit nur geringem Aufwand in ein Intensivbett umbauen. Es ist geplant, die Mobilität der Fahrzeuge zu erhalten, um auch Orte, in denen eine Knappheit an Intensivbetten herrscht, rasch mit „IntenSUVs“ zu versorgen.

Ausstattbar mit Liege, Sauerstofftank und Beatmungsgerät stellt der SUV ein transportables und flexibel einsetzbares Hilfsmittel im Kampf gegen Corona dar.

Die erwartete Protestwelle der SUV Besitzer bleibt bisher aus. Eine SUV Besitzerin aus Berlin äußert sich zu dem Beschluss der Bundesregierung sogar positiv. „Die aktuelle Krise hat uns gelehrt, wie solidarisch die Menschen miteinander umgehen. Ich nehme aus Solidarität gerne Abstand von meinem Auto, um das Gesundheitssystem zu unterstützen. Nur blöd, dass ich mir jetzt einen neuen Ort für mein Homeoffice suchen muss…“

Datum

April 2020

Räumlicher Geltungsbereich

Berlin

Urheber

Humor in der Krise

Rechteinhaber

Ja

Rechte

CC BY-SA 4.0

This item was submitted on 4. Mai 2020 by [anonymous user] using the form “Leben in der Corona-Krise” on the site “Das Coronarchiv”: https://coronarchiv.geschichte.uni-hamburg.de/projector/s/coronarchiv

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