Alltag in Ffm

Objekt

Titel

Alltag in Ffm

Beschreibung

Heute ist Montag und der Anfang der dritten Woche, seit sich der Alltag vollständig veränderte. Seit dem 16. März. 2020 sind die Schulen auch in Hessen geschlossen. Wir bekommen in jedem Fach Arbeitsaufträge, darunter Wochen- , “Mehrere Tage“- und Langzeit- (also 2 oder 3 Wochen ) Aufträge. Ich und alle anderen, mit denen ich sprach, empfinden die AAs als sehr zeitaufwändig und teilweise als zu viel, da die Lehrer in manchen Fächern deutlich mehr Aufgaben geben, als man im Unterricht bearbeitet hätte, beziehungsweise hätte können. Langsam gewöhne ich mich aber an das Pensum und kann mir die Aufgaben bzw. die Zeit, die ich dafür benutzen möchte besser einteilen. Hinzu kommt allerdings noch, dass ich keinen geregelten Alltag mehr habe. Es braucht sehr viel Disziplin morgens wie normal um 7 Uhr aufzustehen und um 8 Uhr mir den Aufgaben zu beginnen. Wenn ich ehrlich bin, dann muss ich sagen, dass dies selten passiert. Auch gibt es keine Pausen mehr. Man muss sie sich selber einteilen. Hier mache ich je nach dem, zu häufig aber auch viel zu wenig Pausen, wodurch die Konzentration sinkt. Es beginnt schon die dritte Woche der „Selbstschulung“. Ich glaube, das wird alles mit der Zeit kommen. Dadurch, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Krisensituation nach den Osterferien beendet ist, wird die Schule bestimmt weiterhin geschlossen bleiben. Für wie lange ist nicht klar, doch man gewöhnt sich immer mehr an den Alltag und irgendwann werden wir die ganze Situation als Normalität betrachten. Ich spreche von der GANZEN Situation, da sich nicht nur die Schule verändert hat. Erstens darf man sich nicht mit mehr als einer Person treffen ( außerhalb der Familie ) . Es versucht aber so wie so jeder weitestgehend zu Hause zu bleiben, um die weitere Ausbreitung / Infektion des Viruses zu verhindern, doch trotzdem gehe ich mindestens ein Mal am Tag raus. Entweder mit meinem Hund, alleine oder mit einer Freundin im Abstand von 1,5 Metern. Auch das ist eine sehr große Umstellung aber je nach dem, wie man es nimmt , gut oder schlecht, hat man so oder so nicht sehr viel Zeit raus zu gehen ,wegen der vielen Arbeitsaufträgen.

Zweitens kann man auch nicht mehr alles im Supermarkt bekommen. Die Regale sind teilweise leer und Toilettenpapier, so wie Mehl findet man so gut wie nie, da die paranoiden Menschen überall Hamsterkäufe machen. Außerdem sind Klamottenläden und Restaurants geschlossen. Wie man sieht hat sich vieles verändert aber eigentlich haben wir Glück, dass wir in einer so guten Lage sind, so dass wir nicht hungern oder im Kalten schlafen müssen. Es hätte uns härter treffen können und ich finde wir sollten dankbar dafür sein, dass es uns noch relativ gut geht. Heute haben wir auch viele Vorteile wie Handys mit denen wir Skypen können, so dass man seine sozialen Kontakte weiterhin pflegen kann und nicht alleine sein muss.

Datum

30.3.20

Räumlicher Geltungsbereich

Frankfurt am Main

Urheber

Lyel

Rechteinhaber

Ja

Rechte

CC BY-SA 4.0

This item was submitted on 30. März 2020 by [anonymous user] using the form “Leben in der Corona-Krise” on the site “Das Coronarchiv”: https://coronarchiv.geschichte.uni-hamburg.de/projector/s/coronarchiv

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