Spielen an der Corona-Linie

Objekt

Titel

Spielen an der Corona-Linie

Beschreibung

Obwohl es in Rheinland-Pfalz gar nicht offiziell verboten war, sich im Privathaushalt mit anderen zu treffen, entschieden sich eigentlich alle uns bekannten Familien während der Zeit der harten Kontaktsperre für die Selbstisolation der Familie. Einige waren sich auch nicht sicher, was genau erlaubt war. Meine fünfjährige Tochter hatte mehrere Wochen nur ihren 10 Monate alten Bruder und uns Eltern zum Spielen. Das war wahnsinnig hart für sie und brachte mich auf die Idee mit der Corona-Linie, mit deren Hilfe meine Tochter und die gut befreundeten Nachbarskinder doch zusammen mit Drachen und Pferden spielen konnten ohne sich dabei aus Versehen zu nahe zu kommen. Das hat wirklich gut funktioniert und die Kinder haben auch verstanden, wieso wir das so machen. Sie waren froh, überhaupt wieder zu spielen, denn das Spielen ist für die Kinder in dem Alter das Entscheidende, nicht das Sehen. Videochats mit anderen Kindern waren kein Ersatz für meine Tochter. Als sie im Zuge der Lockerungen im Mai endlich wieder normal mit ihnen spielen durfte, fiel sie mir vor Freude um den Hals. Das war auch der für mich emotionalste Moment der Krise bisher.

Datum

10.04.2020

Mitwirkender

Nachbarstöchter (deren Mutter ist mit der Veröffentlichung des Bildes an Sie einverstanden).

Räumlicher Geltungsbereich

Neustadt an der Weinstraße, Deutschland

Urheber

Simone, Mama aus Neustadt

Rechteinhaber

Ja

Rechte

CC BY-SA 4.0

This item was submitted on 21. Mai 2020 by [anonymous user] using the form “Leben in der Corona-Krise” on the site “Das Coronarchiv”: https://coronarchiv.geschichte.uni-hamburg.de/projector/s/coronarchiv

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