Kommunizieren über Graffiti in Zeiten von Corona

Objekt

Titel

Kommunizieren über Graffiti in Zeiten von Corona

Beschreibung

Faszinierend ist wie in Zeiten von Corona, Gedanken und Gefühle in Graffiti öffentlich geteilt werden wollen. Die Hauswände der Viertel werden wie zu der Wand einer öffentlichen Toilette, an das Bedürfnis gestillt wird verschiedene Meinungen und Ansichten mitzuteilen. Spannend fand ich insbesondere wie es für mich genau die gesellschaftlichen Meinungen wiederspiegelt. Die eine Person prangert an zu folgen ohne eine eigne Meinung zu bilden. Wie mit einer stillen Pointe, sieht jemand anderes allein die auferzwungene Arbeit zu Hause als das eigentlich Übel. Das Graffiti entstand bereits Ende März/April. Die Angst vor dem Tod, welche durch die Anzahl der Toten, auf einmal für andere wieder präsent. Schlussendlich gibt es den Anteil der Verschwörungstheoretiker, welche trotz des Werkzeuges der vergänglichen Kreide, ihre Warnung aussprechen wollen. Für mich zeigt sich hier stark das Bedürfnis nach Kommunikation mit anderen, welche durch die Einschränkung von öffentlichen Veranstaltungen verringert wurde. Auch zeigt es für mich schön, wie die Gesellschaft in der Krisenzeit gespaltene Meinungen hervorbringt.

Datum

Fotografie 25. Juli, Graffiti jedoch z.T. schon circa 3 Monate älter

Räumlicher Geltungsbereich

München

Rechte

CC BY-SA 4.0

Urheber

Anna R.

Rechteinhaber

Ja

This item was submitted on 25. Juli 2020 by [anonymous user] using the form “Leben in der Corona-Krise” on the site “Das Coronarchiv”: https://coronarchiv.geschichte.uni-hamburg.de/projector/s/coronarchiv

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