Rhein MMXX

Objekt

Titel

Rhein MMXX

Beschreibung

Das Bild ist nach der kleinen Fahrradrunde entstanden. Morgens bzw. vormittags ist am Rhein noch wenig los und die Bewegung und die Sonne tun gut. Die Luft ist so sauber geworden und der allgegenwärtige Geräuschpegel ist so abgesunken, dass man den Rhein inzwischen schon riechen (ein bisschen Meer, ein bisschen abgestanden, ein bisschen säuerlich) und hören (ein murmeliges Gluckern) kann. So ist man zwar von Menschen isoliert, lernt aber die Natur nochmal ganz neu und intensiv kennen.
Gemacht habe ich das Foto, als ich eine kurze Pause auf einer der dort stehenden Bänke gemacht habe. Es hat mich an "Rhein II" von Andreas Gursky erinnert - weil auch dort der Rhein so fremd und gleichzeitig so vertraut erscheint, die Farben flirrern und für Menschen und menschengemachtes kein Platz ist (gleichwohl Andreas Gursky ebendiese entfernen musste). Und auch heute ist dieses Bild eines, in dem der Mensch kein Mitspracherecht mehr hat (das Virus ist da und wir werden es wohl nicht mehr los) und das doch erst durch den Menschen existieren kann.

Datum

29.03.2020

Räumlicher Geltungsbereich

Köln, Oberländer Werft

Urheber

WildeMaus

Rechteinhaber

Ja

Rechte

CC BY-SA 4.0

This item was submitted on 4. April 2020 by [anonymous user] using the form “Leben in der Corona-Krise” on the site “Das Coronarchiv”: https://coronarchiv.geschichte.uni-hamburg.de/projector/s/coronarchiv

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