Corona-Schatzsuche

Objekt

Titel

Corona-Schatzsuche

Beschreibung

Ich bin Enno, sechs Jahre alt, und ich habe die Corona-Schatzsuche erfunden. Alles fing damit an, dass ich mich zu Hause langweilte, wenn Mama im Homeoffice arbeitete, und ich meine Freunde vermisste, weil der Kindergarten geschlossen war. Meine Mutter hat vorgeschlagen, wir sollten skypen, aber man hat sich ja nichts zu erzählen, wenn man nichts erlebt. Da es bei uns zwar eine Kontaktsperre, aber keine Ausgangssperre gab, habe ich angefangen, draußen Schätze zu verstecken, Schatzkarten dazu zu malen und sie meinen Freunden vor die Tür zu legen. Dann habe ich geklingelt und bin weggerannt - wir sollten ja Abstand halten. Meine Freunde fanden die Idee total toll, und manche haben sich direkt mit einem Schatz revanchiert.

Mittlerweile gibt es eine WhatsApp-Gruppe, an der rund 20 Familien in unserer Nachbarschaft beteiligt sind. Wer einen Schatz versteckt, postet in der Gruppe eine selbstgemalte Schatzkarte, ein Rätsel mit Hinweisen, ein Foto vom Versteck oder eine Wegbeschreibung. Dann können alle anderen suchen. Zu den Regeln gehört natürlich, Abstand zu halten, wenn wir beim Versteck ankommen und gerade jemand anders den Schatz hebt.

Datum

März 2020

Mitwirkender

Enno Müller-Heidelberg und die Nachbarschaft

Räumlicher Geltungsbereich

Mainz

Urheber

Enno Mainz

Rechteinhaber

Ja

Rechte

CC BY-SA 4.0

This item was submitted on 5. April 2020 by [anonymous user] using the form “Leben in der Corona-Krise” on the site “Das Coronarchiv”: https://coronarchiv.geschichte.uni-hamburg.de/projector/s/coronarchiv

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